FOTO OBEN: Große Halle; FOTO RECHTS: Nördliche Seitenansicht, spätere Durchgangsräume

Geschäftsprojekt : Druckerei

(Auszüge und Teilaspekte meiner Beratung)


Zielsetzung

Mein Geschäftskunde ist Besitzer einer Druckerei, die darauf spezialisiert ist, Segel, Stoffe, Transparente, Banner u.a. zu bedrucken. Die neuen Gebäude, eine große Halle (ca. 350 qm) und eine kleine Halle, sind durch mehrere Räumlichkeiten miteinander verbunden – eine Gesamtfläche von ca. 800 qm.
Herr G. sieht in dem Ausbau der neuen Räumlichkeiten soetwas wie einen Neubeginn für sich und seine Firma. In diesem Zuge möchte er ein paar Dinge verändern und verbessern. Er möchte alte Strukturen hinter sich lassen. Er  wünscht sich eine solide Lebensbasis für die Zukunft. Sein Tag ist von Hektik und Zeitdruck geprägt.
Es passieren immer wieder unvorhergesehene Dinge, die, zu beheben, den alltäglichen Arbeitsablauf blockieren. Er wünscht sich, daß mehr Ruhe einkehrt, um ein normales Arbeitspensum zu erreichen und sehnt sich nach einer Basis, die ihm finanziellen Rückhalt bietet.

Das Gebäude
Das Gebäude, mit seinen vielfältigen Formen: Runddach, Flachdach, Spitzdach, Anbauten, Vorsprünge und unterschiedlichen Gebäudehöhen ist dem Element WASSER zuzuordnen, wie auch der Grundriß und die Struktur der Innenräume. Die vielen Türen im Grundriß lassen die Räumlichkeiten sehr durchläßig wirken. Es gibt mehrere Durchgangssituationen in verschiedene Richtungen.


Yin und Yang
Von den Himmelsrichtungen ausgehend hat yang im Süden seine stärkste Energie, nimmt dann ab und weicht dem yin, das sich über den Westen entfaltet und im Norden seine stärkste Kraft entwickelt. Von dort ausgehend weicht das yin wieder dem aufsteigenden yang, das sich über den Osten weiter aufbaut, bis es im Süden seine volle Kraft entfaltet.
Wenn ich den Grundriß nach den Himmesrichtungen betrachte, sind die
Räume, die im Süden liegen zur Straße: yang, die Räume, die nach hinten liegen: yin. Die Außenfassade, zur Straße hin, wird mit großzügigen Werbeflächen versehen. Für die Aufmerksamkeit nach außen und die Präsenz der Firma sind sie dort in einem yang-Bereich ideal positioniert. Die yang-Energie im Süden wird noch durch den lauten Verkehr der stark befahrenen Straße erhöht. Insgesamt gesehen überwiegt die yang-Energie auf dem Gelände und in den Gebäuden.
Da bereits schon ein hohes Maß an Aktivität/Betriebsamkeit bzw. Hektik und Stress den Arbeitsalltag prägen, wird das Einbringen von yin-Energie hier einen Ausgleich schaffen.
Eine ideale Aufteilung der Räumlichkeiten (entgegen der bisher geplanten Verteilung) wäre gegeben, wenn die Druckmaschinen in den südlichgelegenen Teil der Räume Einzug nehmen würden, also im yang-Bereich, und die Lager und der Besprechungs-
raum auf der nördlichen Seite, im yin-Bereich. Auf diese Weise würde die Nutzung der Räume mit den yin/yang-Qualitäten übereinstimmen.




FOTO OBEN: Blick auf den jetzigen Eingang im Osten, das graue Fundament bildet die Basis für den zukünftigen Shop; FOTO UNTEN: Das Büro von Herrn G., Ausblick Richtung NO








FOTO OBEN: Blick auf die Druckhallen der Nordseite;
FOTO UNTEN: Sicht auf die große Halle von Westen

Bagua. Acht Trigramme
Das Bagua, auf die Gesamtfläche aufgelegt (siehe Plan), läßt erkennen, daß die Bereiche der Trigramme im Grundriß einigermaßen ausgewogen verteilt sind. Das Trigramm K´AN/Wasser und auch LI/Feuer sind etwas kleiner ausgeprägt. Der Mittelpunkt der Gebäudeanordnung liegt im Zentrum der großen Halle, d.h. dort sind direkt in einem Raum alle Lebensbereiche des Gesamt-Bagua vertreten.
Der zukünftige Haupteingang wird sich an dem neuen Laden befinden, also im Bereich SUN/Wind, der für Reichtum, innerer und auch finanzieller/materieller Art steht und für Glück. Für den Eingangsbereich also eine günstige Lage. Eine Reihung von Fahnenmasten, die für diesen Bereich geplant sind, unterstützen noch die Beweglichkeit der Windenergie, eine Form von Fließen und Leichtigkeit. Fahnen symbolisieren aber auch das Element WASSER, das das Element HOLZ dieses Trigramms unterstützt.
Der jetzige Eingang liegt im Bereich CHEN/Donner. Herr G. fühlt sich nicht besonders unterstützt von seinen Ahnen, hat in dem Sinne keine Rückendeckung. Im Hinblick auf die Druckerei kann dieser Bereich z.B. mit einem Symbol für die Tradition des Druckgewerbes gestärkt werden.
Das Trigramm KUN/Erde bedeutet im Geschäftsbereich Kundenbeziehungen. In diesem Fall sind dort die Lager der Druckerei angesiedelt. Da sehe ich eher Stagnation. Eine Lösungsmöglichkeit wäre, die Räumlichkeiten zu tauschen. Im anderen Fall sollte der Trigramm-Bereich in einem anderen Raum zusätzlich aktiviert werden, z.B. im Kundenbesprechungsraum.

 

Thematik, Zusammenfassung der Gespräche
Die selbstbenannte Problemstellung von Herrn G. ist, wie anfangs beschrieben, daß er gerne eine Basis schaffen möchte für sein Leben, daß etwas Ruhe einkehrt, in den jetzt oftmals sehr hektischen Alltag, und, daß er etwas gelassener seiner Zukunft entgegen blicken möchte. Nach allen Beobachtungen aus den verschiedenen Bereichen ist herausgekommen, daß auf allen Ebenen das Element WASSER vorherrschend ist.



Herr G. hat selbst eine starke Affinität zum Wasser. Er ist aus dem Schwarzwald an die Elbe gezogen, hat hier eine Bootsbauerlehre gemacht, hat sich kürzlich ein Segelboot aus Holz gekauft und hält sich sehr gerne am Wasser auf. Seinem Element entsprechend (HOLZ) kommt ihm das sehr zugute, da das Element WASSER ihn nährt. Er hat also selber schon eine ganz gute Antenne dafür, was ihm gut tut.
Auf seine Firma bezogen muß hier ein Ausgleich geschaffen werden. Die Druckerei und seine Tätigkeit steht hier zwar stark mit WASSER-Elementen in Verbindung, dennoch würde ich das Metier dem Element METALL zuordnen, das durch zuviel WASSER geschwächt wird.
Ich bin mehrfach auf das Thema »Grenze« gestoßen. Einmal besteht sie von der Lage her: die Landesgrenze. Dann gibt es auch eine Gebietsgrenze, von Wohngebiet zu Industriegebiet und die Vegetation ändert sich, sowie die Bebauung. Ein Restaurant, was es dort früher gab, hieß »Das Grenzhaus«.
Das WASSER ufert hier aus, tritt über alle Befestigungen/Grenzen hinweg und läuft aus den Bahnen. Es sollte eine Begrenzung gesetzt werden. Das Element ERDE würde den Kreislauf  harmonisieren. ERDE setzt dem WASSER etwas entgegen, führt es in die Bahnen und gibt dem Lauf eine klare Richtung. ERDE ist ein Symbol für ein Fundament, auf dem man stehen kann, sie verkörpert auch die Mitte. Das heißt, es geht auch darum, die Mitte zu finden, sich zu zentrieren und eine gewisse Bodenhaftung zu erlangen.
Zum Thema ERDE haben wir überlegt, den Mittelpunkt der Räumlichkeiten in der großen Halle zu betonen. Im Zentrum soll eine quadratische Terracottafliese als Symbol für das Fundament des Unternehmens, und als Grundstein für die Firma, in den Boden eingelassen werden.